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Altersvorsorge für FrauenDa Frauen oft nur wenig gesetzliche Rente bekommen, müssen sie besser vorsorgen als Männer. Auch bei der privaten Altervorsorge schneiden sie schlechter ab als Männer, da sie länger leben, selbst wenn sie genauso viel sparen. Kinder sind heute keine Altersvorsorge mehr, im Gegenteil. Kinder kosten Kraft und Geld und hindern Eltern, hauptsächlich Mütter daran, im Beruf richtig vorwärts zu kommen. Die Auswirkungen auf ihre berufliche Laufbahn, ihr Einkommen und damit auch auf ihre spätere Rente sind für Frauen umso stärker, je länger sie wegen Kindererziehung aus dem Erwerbsleben ausscheiden. Der durchschnittliche Stundenlohn einer Frau sinkt nach drei Jahren Unterbrechung im Beruf lebenslang um 1,80 Euro. Wegen Berufspausen durch Kindererziehung erreichen Mütter in der gesetzlichen Rentenversicherung im Schnitt 15 Versicherungsjahre weniger als Männer. Ihre Ansprüche sind zusätzlich nach längerer Teilzeittätigkeit niedriger. Altersarmut bei FrauenDa die Versicherten dort häufiger nach einem frühen Eintritt ins Berufsleben durchgängig erwerbstätig waren, sind die Renten in den neuen Ländern im Schnitt höher. Doch die Renten von Frauen sind auch dort deutlich geringer als die von Männern. Vor allem Frauen sind dadurch von Alterarmut bedroht. Die Rente einer Frau ist desto geringer, je mehr Kinder sie hat. Für das finanzielle Gleichgewicht in der Rentenkasse sind Kinderkriegen und Kindererziehung aber unerlässlich. Denn die Renten von morgen werden von der nachwachsenden Generation finanziert. Diese Vorteile hebelt der Ausbau der kapitalgedeckten Altersvorsorge allerdings zum Teil wieder aus. Denn die Männer subventionieren die Frauen in der privaten Altersvorsorge nicht wie in der Rentenkasse. Frauen bekommen, bei allen privaten Rentenversicherungen, also auch bei den Riester-Varianten, für das gleiche Sparvolumen weniger Rente ausgezahlt als Männer, da sie statistisch betrachtet vier Jahr älter werden. Deshalb muss auch das über Fonds- oder Banksparpläne angesparte Kapital bei Frauen länger reichen als bei Männern. Lücken bei drei Viertel aller FrauenUnabhängig davon, ob sie Kinder erziehen oder nicht, sind Frauen deshalb schon wegen ihrer längeren Lebenserwartung stärker gefordert, sich um ihr Alterseinkommen zu kümmern. Im Schnitt verdienen Frauen, die durchgängig erwerbstätig sind, zwischen 25 und 30 Prozent weniger als Männer. Für Frauen ist es umso wichtiger, Geld für das Alter zurückzulegen, da sie nachlängeren Pausen im Beruf von vornherein mit geringeren Renten rechnen müssen. Im Alter muss fast ein Viertel der Frauen mit einer Versorgungslücke von rund 500 Euro im Monat rechnen. Ihre Rentenansprüche überschätzen die meisten der befragten Frauen. Abstriche bei der WitwenrenteEine Ehe garantiert Frauen aber kein sicheres Einkommen bis zum Lebensende. Gesetzliche Witwen- und Witwerrenten sind niedrig und zum Jahresbeginn 2002 gekürzt worden. Alle Ehepaare, bei denen beide am 1. Januar 2002 noch keine 40 Jahre alt waren oder die ab dann geheiratet haben, sind betroffen. Statt 60 Prozent erhalten Hinterbliebene Ehepartner, für die die Änderung gilt, nur noch 55 Prozent der gesetzlichen Rente, die ihrem verstorbenen Ehepartner zugestanden hätte. Die monatliche Witwenrente erhöht sich für das erste Kind um zwei so genannte Entgeltpunkte und um einen Punkt für jedes weitere Kind. Eine Hinterbliebenenrente wird nur ausgezahlt, wenn der Berechtigte nicht zu viel verdient. Alle Einkommen, also auch Zins-, Miet- oder Pachteinnahmen, werden zu 40 Prozent herangezogen. Einnahmen aus einer Lebensversicherung so wie Spekulationsgewinne zum Beispiel aus Aktienverkäufen müssen Witwe oder Witwer obendrein angeben. Alle Formen von Betriebsrenten, auch die, die wegen Invalidität ausgezahlt werden, außerdem Renten aus privaten Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsversicherung, zählen ferner als Einkommen. Die Auszahlung einer Hinterbliebenenrente können selbst kurzfristige Einnahmen aus einer Krankentagegeldversicherung schmälern. Private VorsorgeAuch wegen des hohen Scheidungsrisikos sollten sich Frauen nicht auf ihren Ehepartner verlassen, sondern für sich selbst vorsorgen. Wer schon in jungen Jahren etwas fürs Alter zurücklegt, hat, wenn ein Kind kommt, bereits einen ordentlichen Betrag zusammen. Während er Erziehungszeit sollte aber die eigene Altersvorsorge fortgesetzt werden, spätestens beim beruflichen Wiedereinstieg. |