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Mehrere Standbeine schaffenWeil sie nicht 45 Jahre lang erwerbstätig waren, werden die meisten Neurentner die 67 Prozent des Nettoeinkommens an Rente gar nicht erreichen. Wenn sie nur auf die gesetzliche Rente gesetzt haben, müssen viele damit rechnen, dass ihnen im Alter bis zu 50 Prozent ihres vorherigen Verdienstes fehlen. Ebenfalls wird die Beamtenversorgung gekürzt, auch wenn nicht in gleichem Umfang. Um ihren Lebensstandard später halten zu können sollten vor allem jüngere Staatsbedienstete sparen. Die neue zweite Säule in der Altersvorsorge ist die Riester-Rente. Sie soll und kann in der gesetzlichen Rentenversicherung und der Beamtenversorgung die jüngsten Kürzungen ausgleichen, sofern der Sparer bereit ist, auch eigenes Geld dafür einzusetzen. Mit Zulagen und steuerlicher Förderung hilft der Staat. Durch die staatliche Förderung bringen Riester-Angebote Vorsorgesparern mehr Rendite als die meisten privaten Geldanlagen, somit ist Zurückhaltung also nicht angebracht. Den Anlegern sollte aber klar sein, dass der Sparer über sein Riester-Vermögen nicht frei verfügen kann, da das Geld für sein Alter reserviert ist und dann grundsätzlich in monatlichen Raten ausgezahlt wird. Zwei Ausnahmen gibt es jedoch: In der Sparphase dürfen sich Riester-Sparer zur Finanzierung einer selbst genutzten Immobilie Geld aus ihrem Riester-Vermögen leihen. Ein zinsfreies Darlehen zwischen 10 000 und 50 000 Euro ist erlaubt. Das Geld muss aber bis zum Rentenbeginn wieder zurückgezahlt sein. Je nach Angebot dürfen sich Rister-Sparer außerdem bis zu 20 Prozent des angesparten Kapitals bei Rentenbeginn auf einen Schlag auszahlen lassen. Jedoch schließen die meisten Rentenversicherer diese Möglichkeit aus. Das Riester-Sparen ist trotz der eingeschränkten Verfügbarkeit des Kapitals für fast jeden sinnvoll. Auch erst in diesem oder im nächsten Jahr einsteigen kann, wer es im Jahr 2002 nicht geschafft hat. Zinsen und die Förderung für ein Jahr verliert er aber bereits damit. Hier finden sie welche Sparform sich für wen am besten eignet und welche Angebote günstiger sind als andere. Dritte und vierte SäuleNur die Einbußen, die künftige Rentner und Pensionäre im Vergleich zu heutigen haben werden, werden durch die Riester-Rente aufgefangen. Für die Kürzungen in der gesetzlichen Rentenversicherung ist sie der Ausgleich. Wer im Ruhestand sein Einkommen auf noch eine weitere Säule stellen kann, findet für die private Geldanlage eine Vielfalt geeigneter Produkte vor. Vieles taugt für die Altersvorsorge, wie Versicherungen, Immobilien und Fondsanlagen, und ist oft dennoch so flexibel, dass ein Sparer im Notfall an sein Geld kommt. Auch künftig bilden gesetzliche Rentenversicherung und Beamtenversorgung die erste und wichtigste Säule der Alterssicherung. Ein einträgliches Alterseinkommen sichern kann sich über die Grundsicherung hinaus aber nur, wer rechtzeitig auf mehreren Wegen spart. Jeder, der im Alter nicht auf Vermögen bauen kann, sollte sparen. |