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Sinkendes RentenniveauDie Beitragseinnahmen wurden durch jahrelange Massenarbeitslosigkeit geschmälert. Der Rentenversicherung werden selbst im unwahrscheinlichen Fall von künftiger Vollbeschäftigung, in Zukunft wichtige Einnahmen fehlen. Finanziert wird das gesetzliche Alterssicherungssystem im so genannten Umlageverfahren. Die Beiträge der zurzeit 42 Millionen Einzahlenden fließen unmittelbar an die 19 Millionen Rentner. Es gibt keinen finanziellen Vorrat für schlechte Zeiten, nur eine „Schwankungsreserve“ von weniger als einer Monatsausgabe. Das finanzielle Fundament der gesetzlichen Rentenversicherung wird schmaler, da die Menschen in Deutschland älter werden, jedoch weniger Kinder bzw. künftige Beitragszahler bekommen. 100 Erwerbstätige zahlten 1957 noch bei Einführung des umlagefinanzierten Systems die Beiträge für 12 Rentner ein. Auf 100 Beitragszahler kommen heute bereits 43 Rentner. Diese Zahl könnte bis 2030 auf 61 steigen. Es kommt hinzu, dass der durchschnittliche Rentner inzwischen 16 Jahre lang Rente bezieht und nicht mehr 11,1 Jahre wie 1970. Das Durchschnittsalter der Neurentner lag damals noch bei 64,3 Jahren, die Menschen gehen inzwischen im Schnitt mit 62 Jahren in Rente. Stetig steigt die Lebenserwartung der deutschen und die Rentenbezugszeit verlängert sich damit weiter. Zurzeit bekommt jede Frau in Deutschland im Schnitt 1,3 Kinder. Die Geburtenrate liegt in Frankreich, wo die Ganztagsbetreuung von Kindern landesweit üblich ist, immerhin bei 1,7. Die Geburtenrate muss bei 2,1 Kindern pro Frau liegen, um die Bevölkerung eines Landes auf dem derzeitigen Niveau zu halten. Die Vereinigten Staaten sowie einige skandinavische Länder erreichen das. Das finanzielle Desaster der Rentenversicherung könnte durch einen höheren Beitragssatz aufgehalten werden. Dies ist politisch jedoch nicht gewollt und gesellschaftlich nicht zu verkraften. Seit Jahren werden, neben dem Versuch auch durch Zuwanderung den massiven Rückgang der Beitragzahler zu stoppen, die Rentenleistungen zurückgefahren. Es werden nur noch Ausbildungszeiten bis zu drei Jahren berücksichtigt, ein früherer Renteneintritt kostet bis zu 18 Prozent der Rente, Berufsunfähigkeitsrenten wurden abgeschafft. Außerdem wird das staatliche Rentenniveau von heute etwa 70 Prozent des letzten Nettolohns bis 2030 für alle auf 67 Prozent gesenkt, bei 45 Beitragsjahren mit durchschnittlichem Verdienst, und das trifft alle Versicherten. |