Versorgungslückenberechnung

Was ist eine Versorgungslücke?
Einfach gesagt ist es die Differenz, die sich zwischen dem Einkommen und dem finanziellen Bedarf im Rentenalter ergibt. Sie führt vor Augen, in welcher Dimension man für das Alter privat finanziell vorsorgen sollte. Die Berechnung einer möglichen Versorgungslücke ist nicht leicht und erfordert einige wichtige Grundlagen und Schätzungen.

Prinzipiell benötigt man zur Berechnung sämtliche sicheren Beträge an Einkünften, die man im Alter erhalten wird, wie zum Beispiel Beträge der gesetzlichen Rentenversicherung (diese Information kann man beim zuständigen Rentenversicherungsträger erfragen), private nicht Riester geförderten Rentenverträge, private Riester geförderte Rentenversicherungen, Miet- und Pachteinnahmen, Zinserträge aus angelegtem Kapital, Rendite-Erträge aus Fonds, etc.

Ebenfalls benötigt man die voraussichtlichen Ausgaben, die man im Alter haben wird. Dazu gehören laufende Kosten wie Miete inklusive Nebenkosten ( man bedenke die Steigerung der Nebenkosten der letzten Jahre und kalkuliere diese steigend mit ein), Kredite, Versicherungen, Kfz-Haltungskosten, etc. Auch nicht außer Betracht lassen sollte man die Inflation. Der Wertverfall des Geldes hat einen sehr großen Einfluss auf den Wert der angelegten Güter und Gelder, der zu der Zeit, in der man plant in den Ruhestand zu treten, weit unter dem Wert liegen kann, zu dem man es einmal angelegt habt.

Diese Berechnungen sollte man in regelmäßigen Abständen, zum Beispiel jährlich wiederholen, da sich die Lebensumstände, der Lebensstandard oder auch die Lebenshaltungskosten ändern können. Die Differenz aus beiden errechneten Beträgen ist die so genannte Versorgungslücke, die man mit allen Mitteln schließen sollte, um einen finanziellen Engpass im Alter zu vermeiden. Dies könnte zum Beispiel durch den Abschluss einer privaten Riester geförderten Rentenversicherung erreicht werden.